Charade G102: Teil 1 – Projekt Teufelsaustreibung

Projekt 66666 oder Teufelsaustreibung

Nach so viel Dreizylindergequatsche meinerseits hat der eine oder andere Leser vielleicht die Hoffnung, dass ich nun doch wieder auf „richtige“ Motoren umsteige. Die Schätzung ist fast richtig: Mein baldiges Alltagsgefährt wird einen Zylinder zu viel haben.

Zunächst aber ein kleiner Flashback: 2007 brauchte mein Hijet eine unbedingte Motorüberholung, da das Klappern immer schlimmer wurde. Daher musste ein Alltagsauto her, mit dem ich von A nach B (A= Händler, B=meine Schrauberhalle) komme. Als ich eine Anzeige über einen Charade G11 Turbo (leider Facelift, aber dafür in einem zweifarbigen Silber) entdeckt habe, stand fest: Die Kiste holst Du Dir und baust sie nach der Hijetreparatur um.

Leider hatte die Hijetbastelei sich fast über das komplette Jahr 2007 hingezogen und meine Ideen mit dem Charade G11 waren nicht ohne Weiteres durchführbar. Hinzu rückte eine neue Anti-G11 Drohung immer näher: die Feinstaubplakette für alle Fahrzeuge, die in die Innenstädte des Ruhrgebiets wollen. Hinzu Gespräche über ein „das ganze Ruhrgebiet wird eine Umweltzone“.

Super! Wie soll ich denn nun aus meinen Vergaser G11 auch noch ein Einspritzmodel mit möglichst Euro 2 schaffen? Naja, wie auch immer: Das Charade G11 Projekt starb, bzw. liegt im Sterben.

Zunächst einmal muss nun ein weiteres Alltagsfahrzeug her und diesmal muss es mit der Feinstaubplakette klappen. So erstand ich einen Charade G102 (1.3 Liter, 4 Zylinder, 16V), welcher nicht mehr anspringt, weil wohl die Kopfdichtung kaputt wäre.

Da ich glücklicherweise noch einen Schlacht Charade mit gleichem Motor liegen hatte, war das perfekt für mich. Vorsorglich habe ich mir bei meiner Lieblingsdichtungsverkäuferin „Shirley“ in England einen Zylinderkopfdichtungssatz für kleines Geld bestellt. Shirley kann einfach für jedes Auto einen Dichtungssatz besorgen. Darüber ist Martin mit seinen Zweizylinder Cuore Wägelchen auch sehr glücklich.

Bei der Abholung mit Martin sah ich schon einen ziemlich verölten Motor, aber was soll’s: Rauf auf den Hänger und ab nach Dortmund damit.

(mehr in Teil2)

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